Stimmungsvolles Adventsingen in Burggen

„Wer singt betet doppelt“ sagt der Volksmund. Dies hat der Trachtenverein Burggen eindrucksvoll bewiesen, als er am ersten Adventsonntag in der Pfarrkirche St. Stephan das Lechgauadventsingen ausrichtete. Mit dem örtlichen Kirchenchor, einigen vereinseigenen Volksmusik- und Gesangsgruppen sowie dem Schongauer Bläserensemble, dem Männerdreigesang Böbing sowie der Familienmusik Auer aus Stoffen zeigten die Trachtler aus Burggen ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles Programm. Zwischen den Musikbeiträgen verlas Sprecher Georg Kirchhofer verschiedene Texte, die das Publikum zusätzlich auf das adventliche Geschehen einstimmten. Nach dieser besinnlichen Abendstunde erteilte Burggens Pfarrer Joachim Schnitzer allen Anwesenden noch den Segen und wünschte einen guten Nachhauseweg.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Lechgaudelegierte treffen sich zur Herbstgauversammlung

Böbing – Zur 199. Gauversamlung des Lechgaues konnte Gauvorstand Florian Echtler 107 Delegierte aus den 19 angeschlossenen Trachtenvereinen im Scheiberhaus begrüßen. Unter den anwesenden war auch Böbings Bürgermeister Peter Erhard, der in seinem Grußwort betonte, dass eine Gemeinde stets bemüht sein sollte mit den örtlichen Vereinen eine gute Zusammenarbeit zu pflegen. Das die Lechgautrachtler ihren Gau über das ganze Jahr hinweg gut vertreten zeigte der Jahresbericht des Gauschriftführers Andreas Bemsel. Ob gesamtbayerisches Tanzfest in Hinterskirchen, Volksmusikfest in Regen oder die Auftritte auf der historischen Wiesn, der Lechgau gab immer ein gutes Bild ab.

Anschließend bedankte sich Gauvorstand Echtler bei seinem Gauausschuss für die geleistete Arbeit und konnte vier Trachtler das Gauehrenzeichen in Silber überreichen. Paul Dreer aus Hohenpeißenberg wurde für seine langjährige Mitarbeit im Gauausschuss und in der Hohenpeißenberger Vereinsführung geehrt, Tobias Erhard aus Rottenbuch für seine Tätigkeiten im Rottenbucher Vorstand. Walter Wölfle aus Schongau erhielt die Auszeichnung für sein Wirken als Dirigent des Männerchores, und Markus Wühr, ebenfalls aus Schongau für seine langjährige Tätigkeit in der Schongauer Vorstandschaft.

Auch im nächsten Jahr sind im Lechgau einige Festlichkeiten geplant. So feiert der Trachtenverein „D’Lechtaler“ Seeestall am 18. Juni sein 90-Jähriges Gründungsfest mit einem Festabend. Am zweien und dritten Juli findet das 89.Lechgautrachtenfest in Rottenbuch statt.

Und „D’Lechroaner“ Epfach feiern am 12. und 13. August ihr 100-Jähriges Bestehen.

Zu guter Letzt konnte sogar schon das Lechgaufest 2013 vergeben werden. Die Delegierten stimmten einstimmig für die Bewerbung aus Böbing. Bürgermeister Peter Erhard und Vorstand Xaver Miller waren sichtlich zufrieden über die Abstimmung, und bedankten sich, das 91.Gaufest übernehmen zu dürfen.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Gauausschuß auf Hütten-Tour

Auf Einladung des Gauvorstandes Florian Echtler verbrachte der Gauausschuss ein unbeschwertes Hüttenwochenende in der Bleckenau. Zuerst fuhr man  mit der Tegelbergbahn zur Bergstation. Von dort folgte eine zweieinhalbstündige Bergwanderung zur Forstamtshütte in der Bleckenau. Dort angekommen warteten schon die Küchenchefs Rosi Geiger und Maria Schweiger mit Kaffee und Kuchen.

Nachdem man sich gestärkt hatte und der Schlafbereich im oberen Teil der Hütte bezogen war, fand man sich wieder zum Abendessen zusammen. Anschließend wurde ein gemeinsamer Hüttenabend verbracht, den Michael Fleschhut und Martin Probst musikalisch umrahmten. Es wurde viel gesungen und gelacht und mancher erzählte interessante und lustige Anekdoten von früheren Gaufesten und anderen Begebenheiten.

Am Sonntag fand man sich dann zum gemeinsamen Frühstück wieder und einige erkundigten die Bleckenau mit einer weiteren kleinen Bergwanderung. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde die Hütte wieder verlassen und man marschierte talwärts über Schloss Neuschwanstein und die Pöllandschlucht. Auf dem Heimweg wurde noch in Steingaden eingekehrt wo Birgit Nöß mit Kaffee und Kuchen wartete.

Die Teilnehmer waren begeistert und der Meinung, dass so ein Ausflug durchaus wiederholt werden sollte.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Lechgau pilgert seit 60 Jahren auf den Hohen Peißenberg

Bereits zum 60ten mal hielt der Lechgautrachtenverband seine alljährliche Wallfahrt auf den Hohen Peißenberg ab.Die heurige Gestaltung der Wallfahrt mit anschließener Messe oblag heuer dem Tachtenverein „D’Windachtaler“ Hofstetten, und so wurden die rund 450 betenden Wallfahrer vor der Kirche von der Hofstettner Blasmusik musikalisch begrüßt.  Auch Pfarrer Martin Kirchbichler, ein gebürtiger Peitinger und ebenfalls Trachtenvereinsmitglied hieß die Trachler in der Wallfahrtskirche aufs herzlichste willkommen. In seiner Predigt wies er darauf hin, dass traditionelle Werte auch bei den jungen Menschen durchaus einen hohen Stellenwert genießen, und es gerade Aufgabe der Trachtenvereine sei, diese Werte in den Jugendgruppen zu vermitteln. Bei der anschließender Gefallenen- und Totenehrung vor dem Kriegerdenkmal mahnte Gauvorstand Florian Echler an, dass die Menschen sich wieder mehr um Gerechtigkeit in dieser Welt bemühen sollten.

Traditionell zum Abschluss der Gauwallfahrt wurde die Gaustandarte übergeben. Diesmal von den „Windachtalern“ Hofstetten an die „Schwalbenstoaner“ aus Hohenfurch.

Diese dürfen nun ein Jahr lang die Standarte bei allen wichtigen Gauveranstaltungen vorantragen und die Gauwallfahrt im nächsten Jahr ausrichten.

Mit den Klängen der Bayernhymne verabschiedeten sich die Lechgautachtler für heuer von ihrem Gausitz dem Hohen Peißenberg.

 

Lechgaujugend verbringt Freizeitwoche

Spiel ohne Grenzen, Webasto-Werksbesichtigung, Wallfahrt nach Andechs oder Wanderung in der Pähler Schlucht – die Jugend aus dem Lechgau-Trachtenverband hatte ein dicht gedrängtes Programm während ihrer Freizeitwoche in Utting am Ammersee.

An den Abenden war mit Plattlerprobe, Singstunde oder Volkstanz ebenfalls viel geboten, so dass sich die 40 Jugendlichen und neun Betreuer im Übernachtungshaus des Kreisjugendringes Landsberg schnell zu einer fröhlichen Gemeinschaft verschworen. Nur alle drei Jahre initiieren die Gaujugendvertreter des Lechgaues diese Jugendwoche, dabei ist die Altersgruppe auf 13- bis 15-Jährige begrenzt. „Die Jugend soll sich über den Verein hinaus kennenlernen“, nannte Gaujugendleiter Martin Probst die Zielsetzung der mittlerweile achten Jugendbildungsmaßnahme.

Nachdem die Jugendlichen in verschiedenen Gruppen das Flechten, Goaßeln, Karten und Haarschmuck basteln lernten, war es für die jungen Trachtler auch kein Problem, sich bei der Waldführung mit Förster Alwin Rammo zurechtzufinden. Hartes Training war dann am Abend angesagt, als die Gauvorplattler Matthias Strauß und Hans Benedikt mit den Buben den Gauschlag einstudierten und die Gaudirndlvertreterinnen Hedwig Probst und Christiane Balzarek mit den Mädchen intensiv das Drehen übten. Nach einem Gottesdienstbesuch in der Uttinger Pfarrkirche stand am Sonntag ein „Spiel ohne Grenzen“ auf dem Programm, bei dem Albert Berchtold und Michael Rasch aus Hohenpeißenberg die Gruppe mit feucht-fröhlichen Spielen zusammenschweißten. Abends konnte dann Rosi Geiger die Jugendlichen mit ihren frechen Scherzliedern zum mitsingen begeistern.

Am Montag ging es dann zur Uttinger Firma „Webasto“, bei der die Fertigung und Produktion von verschiedenen Schiebedächern begutachtet werden konnte. Bevor Sepp Kaindl die Kinder am Abend zum Tanzen animierte, wurde das Staatsgut in Achselschwang besichtigt. Die Wallfahrt nach Andechs wurde am Dienstag von Diakon Steinhilber aus Rottenbuch begleitet, der den Kindern die Bedeutung und Entstehung der Wallfahrt, sowie der Rosenkränze erläuterte. Nach einer Brauereiführung genoss die Gruppe die mitgebrachte Brotzeit im Klosterbiergarten. Auf große Radtour machte sich die Gruppe noch einmal am Mittwoch, bei der es über das Angermoos und der Erdfunkstelle Raisting nach Pähl ging, wo die Schlucht durchwandert wurde. Bei einem kurzen Stopp am Rückweg in Diessen besichtigten die Gruppen jeweils eine Töpferei und eine Schmiede.

Mit selbstgedichteten Gstanzln bedankten sich die Jugendlichen am Abschlussabend bei den Betreuern Martin Probst, Hedwig Probst, Birgit Nöß, Matthias Strauß, Andreas Sturm, Melanie Welz und Michael Fleschhut sowie bei den Köchinnen Rosi Geiger und Christiane Balzarek und ließen einige lustige Erlebnisse Revue passieren.  

Der Abreisetag war mit viel Wehmut verbunden, doch bei der Abschlussbesprechung waren sich alle einig: Die Woche war super und alle freuen sich, wenn sie den ein oder anderen an einer Gauveranstaltung, wie z. B. dem Jugendpreisplatteln im Oktober wiedersehen.

Birgit Nöß

 

 

Bayerischer Löwe sicher in der Hand des Lechgaues

Eine starke Plattlerleistung hat der Lechgau beim Preisplatteln um den Bayerischen Löwen abgelegt. Die Reise nach Neufahrn bei Egling hat sich wohl gelohnt. Sowohl bei den Aktiven als auch bei der Jugend hatten die Plattlergruppen des Lechgaues die Nase vorn. Bei der Jugend belegten die Gruppen des Lechgaues die ersten vier Plätze, Steingaden-eins vor Steingaden-zwei, Schongau und Hofstetten.

Auch die Aktivengruppe der Steingadener Plattler belegten den Ersten Platz und Schongau erreichte Rang drei. Somit verbleiben die beiden Porzelanlöwen, die der frühere Ministerpräsident Edmund Stoiber als Wanderpokale gestiftet hat, für ein weiteres Jahr im Lechgau.

Nicht nur die Gruppen des Lechgaues überzeugten durch ihr Können auch die Einzelteilnehmer vertraten den Lechgau sehr überzeugend. Ferdinand Bader aus Schongau erreichte in der Klasse bis neun Jahren den dritten Platz, ebenso die beiden Peitinger Maxi und Franz Multerer in den Klassen 10 – 13 Jahre und 14 – 16 Jahre. Christian Kaindl aus Hofstetten wurde in der Klasse 10 -13 sogar zweiter.

Martin Probst aus Hofstetten gewann zum fünftenmal in Folge in der Klasse Aktiv 1 und Matthias Straus aus Steingaden wurde dritter. In der Klasse Aktiv 2 gewann Anton Nöss aus Steingaden, und Robert Schmid aus Peiting wurde dritter. Auch in der Altersklasse gelang den Plattlern aus dem Lechgau ein erster und dritter Platz: Michael Fleschhut aus Westendorf und Walter Nöß aus Steingaden. Eine komplette Ergebnisliste sowie weitere Photos finden sich in der Internetseite http://www.bayerischer-loewe.de/

 

Gaujugendtag in Hohenfurch

Knapp 400 Kinder und Jugendliche aus 17 Lechgauvereinen trafen sich zum alljährlichen Gaujugendtag des Lechgaues, der heuer in Hohenfurch stattfand. Beeindruckt von so vielen Kindern in Tacht war auch Lechgauvorstand Florian Echtler, der in seiner Ansprache betonte das der Erhalt der Tracht einen sehr hohen Stellenwert besitze, und es wichtig ist schon bei den Kindern damit anzufangen. Die jungen Trachtler aus 17 Lechgauvereinen hatten große Freude an ihren Auftritten, und die Hohenfurcher Trachtler stellten auch ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm auf die Beine. So wurde extra die große Kirchweihhutschgn aufgehängt und auch eine Kegelbahn aufgebaut

Eine große Ehre wurde der Schongauer Jugendgruppe zuteil, für den Gewinn des Bayerischen Löwen wurde sie vom Landesvorplattler Florian Vief  mit einem Erinnerungsteller geehrt.

Einen Bilderreigen des Gaujugendtages finden Sie unter Jugend ...

 

Das große Fest naht

„Jetzt geht es in die heisse Phase“ meint Rupert Fischer, Vorstand des Hohenpeißenberger Trachtenvereins. Vom 8. bis 11. Juli richtet der „Bayerische Rigi“ das 88. Lechgau-Trachtenfest aus und erwartet zum großen Festzug 3700 Teilnehmer. Wir sprachen mit Rupert Fischer über Anmeldungen, Organisatorisches und ob man sich bei so viel Arbeit überhaupt noch auf das Fest freuen kann.

 

Wie lange stecken Sie schon in den Vorbereitungen?

Rupert Fischer: Im Dezember 2008 haben wir das Lechgaufest für 2010 übernommen. Damit waren wir im Vergleich zu anderen Trachtenfesten knapp dran. Wir haben aber sofort mit der Festwirtsuche begonnen und das Programm zusammengestellt. Die Zeit war schon noch ausreichend, weder der Festwirt noch eine unserer gewünschten Musikkapellen hat wegen eines anderen Termins abgesagt. Das Langfristige steht alles, jetzt geht es in die heiße Phase. Arbeitseinteilungen kann man halt nicht ein halbes Jahr vorher machen und auch die Proben der Plattler- und Jugendgruppe werden immer intensiver.

Die Trachtenvereine melden sich zum Festzug an. Wieviele Zusagen haben Sie denn schon?

Rupert Fischer: Ich habe 43 Trachtenvereine und neun Ortsvereine, dazu gehören 23 Musikkapellen, elf Trommlerzüge und elf Festwagen. Laut Anmeldungen sind das 3700 Festzugsteilnehmer, darunter allein 1100 Kinder und Jugendliche. Damit wird das 88. Lechgaufest zu einem der größten Ereignisse in der Region. Trachtenfeste zählen wegen der vielen Festzugsteilnehmer schon immer zu den herausragenden Festlichkeiten. Beim letzten Gaufest in Hohenpeißenberg im Jahre 1992 hatten wir genauso viele Vereine, aber die Vereine werden immer stärker und so wird der Festzug – so hoffe ich – heuer wirklich beeindruckend.

3700 Festzugteilnehmer – was bedeutet das aus organisatorischer Sicht?

Rupert Fischer: Wir haben ein großes Zelt mit 30 auf 70 Meter, das über 3000 Personen fasst. Bei schönem Wetter werden im Freien noch rund 1000 Sitzplätze geboten und unser Festwirt Markus Hämmerle ist für die große Besucherzahl gerichtet. Vom Verein unterstützen wir natürlich den Festwirt, beispielsweise helfen unsere Mitglieder den Bedienungen am Sonntag bei der Ausgabe des Mittagessens.

Mit welchen Schwierigkeiten plagen Sie sich sonst noch herum?

Rupert Fischer: Die Energieversorgung für so ein großes Fest ist eine Schwierigkeit, die wir gerade lösen. Zur Sicherheit werden zwei Notstromaggregate aufgestellt.

Da die Umgehungsstraße noch nicht fertig ist, wird auch die Verkehrsführung ein bisserl aufwändig. Die Ortsdurchfahrt der Bundesstrasse 472 und die Nordstrasse werden zum Festzug gesperrt. Die Zufahrt zum Festzelt am Ortsrand Richtung Forst und den großen Parkplätzen daneben ist nur bis zum Umzug möglich. Deshalb bitten wir alle Gäste aus der Region Weilheim und Peissenberg über den Schlagberg anzufahren.

Kann man sich bei so viel Arbeit überhaupt noch auf die Festtage freuen?  

Rupert Fischer: Doch, ich freu mich sehr auf das Fest. Die Arbeit ist auf viele Schultern verteilt, wir haben Arbeitsgruppen im Festausschuss gebildet, die in ihrem jeweiligen Bereich selbständig agieren. Auch die Unterstützung der anderen Vereine und vorallem der ortsansässigen Firmen ist hervorragend. Das wird mit Sicherheit ein schönes Fest.

Vielen Dank für das Gespräch sagt Rosi Geiger.

 

Lechgausingen - eine humorvolle Angelegenheit

Von Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten oder sogar Wünschen am Sterbebett wußten die Sänger und Musikanten des Lechgausingens einiges zu berichten. Verpackt in Lieder, Gstanzln und Mundart-Geschichten kam das Themenspektrum „Krank sein“ in der Lengenfelder Mehrzweckhalle wohl zufällig immer wieder vor und dazu meinte Toni Reisach, „Humor isch, wenn oaner vom Dach fliagt und am Kuchafenster vorbei seiner Frau zuaschreit, i iss heit im Krankenhaus“.

Über 100 Sänger, Musikanten und Mundartsprecher versammelten sich auf Einladung des Trachtenvereins Stoffen zum großen Lechgausingen und -musizieren. Den Weg in die Lengenfelder Mehrzweckhalle fanden außer den Mitwirkenden allerdings nur wenige Zuhörer, was Gauvorstand Florian Echtler in seiner Begrüßung bedauerte. „Wenn ich so in den Saal schaue, dann ist der Fan-Club für unser boarisches Liedgut bemessen“ stellte Echtler in Anbetracht des parallelen Fußballspiels fest und forderte die Anwesenden auf, in ihren Bemühungen nicht nachzulassen.

Das Programm des Abendes war erstklassig, besonders die drei starken Männerchöre aus Peiting, Schongau und Böbing sorgten für stimmgeswaltigen Ohrenschmaus. „Die Chöre im Lechgau sind eine Besonderheit, wie man sie in keinem anderen Gau findet“ wußte Stoffens Trachtenvorstand Anton Auer zu berichten, der durch den Abend führte. Dazwischen war feine Saitenmusik aus Steingaden, Apfeldorf, Burggen und Stoffen zu hören und die Hollbuaba aus Issing sowie die Geschwister Eglhofer aus Epfach ließen schmissige Ziachmusik erklingen. Von einem „AOK-Brief“ erzählte die Epfacherin Maria Schweiger in Reimform, der sie zu einem Gesundheitscheck aufforderte. Nach äußerst amüsanten Hürden kam sie dann zu ihrem Attest und konnte feststellen, „bei mir do is no alles fit, a alte Schachtel bin i it“.

Kräftig in ihren Stimmen waren auch kleinere Gesangsgruppen, wie der Bertl-Zwoagsang aus Böbing, die Geschwister Kirchhofer aus Burggen, der Peitinger Männerviergsang oder die Lechrainer Sängerinnen. Lustige Texte gehörten natürlich auch dazu, besonders beim Bickenrieder Zowagsang aus Kaufbeuren. So berichteten sie von einem Bauern im Sterbebett, der seiner Frau auftragt, sie solle wenn er nicht mehr ist den Viehhändler heiraten. Nach dem Protest der Gattin begründete der Bauer es damit, „der hot mi oh scho mol mit so a alten Kuah bschissen“.

Rosi Geiger

 

Ein "Sepp-Probst-Haus" in Holzhausen

Zum „Sepp-Probst-Haus“ wurde das Versorgergebäude des neuen Zeltlagerplatzes der Bayerischen Trachtenjugend ernannt. Damit wurde dem Hofstettener Josef Probst eine besondere Ehre zuteil, der mehr als zwei Jahre als Projektleiter fungierte und die Entstehung des Zeltlagerplatzes neben dem „Haus der Bayerischen Trachtenkultur“ im niederbayerischen Holzhausen vorantrieb.

Die Gaujugendgruppe des Lechgaues nahm das neue Haus schon mal in Betrieb, denn sie fuhren bereits am Freitag nach Holzhausen, bereiteten alles vor und sorgten für eine reibungslose Bewirtung der zahlreichen Ehrengäste bei der Einweihungsfeier. Der evangelische Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss und der katholische Domvikar Klaus Hofstetter konnten die ökumenische Feier auf der neu angelegten Freibühne abhalten und neben dem Versorgerhaus auch einem großen Holzkreuz ihren Segen geben.

Dr. Wolfgang Heubisch gab als Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst zu, dass er am Anfang seiner Amtszeit bemerkte, auch für die Trachtler zu ständig zu sein und dies seinem sonstigen Aufgabengebiet nicht zuordnen konnte. „Aber ihr seid die Basis, denn ohne Tradition und Kultur könnten wir in Bayern nicht diese Leistungen hervorbringen“ so Heubisch. Die Investitionen des Bayerischen Trachtenverbandes in das gesamte Ensemble des Trachtenkulturzentrums sah er deshalb als lohnenswert. Der niederbayerische Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein bedauerte, dass zur Einweihung des Zeltlagerplatzes so wenig Jugendliche anwesend waren, doch Landesjugendvorsitzender Günther Frey konnte ihm versichern, dass bereits in zwei Wochen über 100 Jugendliche aus dem Huosigau das Areal in Beschlag nehmen werden. Auch Landesvorsitzender Otto Dufter konnte ihm zurufen, „Holzhausen soll kein Museum für die Alten werden, sondern ein Treffpunkt für die Jungen“. Als beispielhaft bezeichnete Dufter die vielen ehrenamtlichen Stunden, die zur Entstehung des Zeltlagerplatzes geleistet wurden. Im Juli 2007 wurde mit dem Abriss des alten Stadels begonnen und wie es Günther Frey ergänzte, wurde die Baumaßnahme ausschließlich mit Mitteln der Jugendkasse betrieben. Dufter und Frey waren sich einig, dass diese Leistung nicht ohne den unermüdlichen Motor Josef Probst möglich gewesen wäre. Deshalb enthüllten sie an der Stirnseite des Versorgerhauses eine Tafel mit der Aufschrift „Sepp-Probst-Haus“. Der Hofstettener selbst zeigte sich von dieser Ehre völlig überwältigt, doch unter den zahlreichen Ehrengästen und Helfern war zu hören, „das hat er verdient“.

Zur Feier des Tages wurde das Backhaus am ehemaligen Pfarrhof angeheizt und frisches Brot gebacken, in einem aufgestellten Zelt Surbraten, Kaffee und Kuchen gereicht und eine junge Tanzlmusik spielte schneidig auf.

Rosi Geiger

 

Wertungsplatteln in Burggen

„Ich habe heuer einfach mehr Glück gehabt“ resümierte Florian Schamper. Der Apfeldorfer gewann erstmals beim Aktiven-Wertungsplatteln des Lechgau-Trachtenverbandes mit einer Wertung von 8/01. Bei gleicher Punktzahl musste sich Franz Ressle aus Schongau durch die spätere Startnummer mit Platz zwei zufrieden geben und denkbar knapp mit der Wertung von 9/00 landete der langjährige, freundschaftliche Rivale Martin Probst aus Hofstetten auf Rang drei.

Der Trachtenverein „König Ludwig II“ Burggen hat als letztjähriger Ausrichter des Lechgaufestes nun das Wertungsplatteln übernommen und in der Turnhalle für jeden der 158 Einzelteilnehmer und alle 19 Gruppen einen stattlichen Preis zur Verfügung gestellt. Während die Altersklasse Aktiv I (18 bis 27 Jahre) mit 45 Buaba und 65 Mädla wie immer die stärkste Gruppe war, zeigte sich diesmal ein starker Rückgang der Teilnehmerzahlen bei der Altersklasse Aktiv II (28 bis 39 Jahre) mit 25 Buaba und nur noch neun Mädla. Taktgefühl und Exaktheit waren bei den Einzelwertungen gefragt, denn die sechs Juroren achteten genau auf die Schläge und Stampfer der Burschen oder das Drehen und die Rockglocke der Mädchen.

Höhepunkt der Veranstaltung, zu der sich am Nachmittag auch zahlreiche Zuschauer einfanden, war dann das Gruppenpreisplatteln. Auch hier war das Ergebnis äußerst knapp, mit nur einem Punkt Vorsprung sicherte sich die Gruppe des „Almfrieden“ Steingaden den ersten Platz vor den „Schloßberglern“ aus Schongau und der „Alpenrose“ Peiting.

 

 

Lechgau präsentiert neue Internetseite und ehrt verdiente Trachtler

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Gauvorstand Florian Echtler konnte am Samstag, den 27. März 108 Delegierte aus 19 Lechgauvereinen im Gasthof Paulus in Rott begrüßen. Unter ihnen auch Rotts Bürgermeister Quirin Krötz, der in seinem Grußwort ein Plädoyer für die ehrenamtliche Traditionspflege hielt.

Das Hauptaugenmerk der Delegierten galt aber dem Start der neuen Internetseite des Lechgaues. Internetbeauftragte Rosi Geiger aus Apfeldorf erklärte den Anwesenden den Aufbau und die Struktur des neuen Auftritts im „world wide web“. Unter der Adresse www.lechgau.de kann nun jeder Interessierte sich über den Lechgau, seine Sachgebiete und  die kommenden Veranstaltungen informieren.  Auch Berichte und Photos vergangener Veranstaltungen können nun jederzeit angeschaut werden.

Des Weiteren wurden in der Gauversammlung auch verdiente Trachtler führ ihre langjährige Tätigkeit geehrt. Für ihre über zwanzigjährige Tätigkeit im Gauausschuss wurde Rosi Geiger, Leonhard Bertl und Magnus Stückl das Gauehrenzeichen in Gold verliehen.

Magnus Stückl war über zwanzig Jahre Gaubeisitzer und war eine wertvolle Stütze im Ausschuss. Leonhard Bertl war mehr als ein vierteljahrhundert Volksmusikwart, und hat sich vor allem mit den Volksmusikseminaren im Stillerhof einen Namen gemacht.

Rosi Geiger war zwanzig Jahre lang Gaupressewartin und eine zuverlässige Stütze für den Heimat- und Trachtenboten. Dies veranlasste auch Konrad Vogel, Herausgeber des HTBs und Toni Hötzelsperger, Sachausschussleiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit, extr zur Gauversammlung des Lechgaus zu kommen und sich bei Rosi Geiger für ihr langjähriges Wirken zu bedanken.

Franz Multerer erhielt für seine langjährige Tätigkeit als Gauvorplattler und Kassier in Peiting das Gauehrenzeichen in Silber. Gabi Petrat erhielt einen Blumenstrauß für sechs Jahre Sachgebietsleitung Trachtenpflege. Heinz Nehrenheim den Gaukrug für die bisherige Betreuung der Internetseite

Auch drei Trachtler die lange Jahre in der Vereinsführung tätig waren wurden mit dem Gauehrenzeichen in Silber geehrt. Hans Geiger und Georg Floritz aus Apfeldorf sowie Georg Streit aus Rott.

Auch für den seit Herbst vakanten Sitz des Gautrachtenpflegers wurde am Samstag Abend eine Nachfolgerin gefunden. Einstimmig wählten die Delegierten Christl Wagner aus Peiting.

So blieb dem zufriedenen Gauvorstand am Ende der Versammlung nur noch übrig, den anwesenden einen guten Nachhauseweg zu wünschen.

 

Offenes Singen in Hofstetten

[02.2010]
Friederike, Friederike, geh mit mir in Wald“ mussten die Männer beim offenen S.ngen in Hofstetten auffordernd anstimmen. Doch die Frauen antworteten ganz abweisend „Na Karl, na Karl, is ma viel z´kalt“. Über 40 Sangesfreudige fanden sich im Saal des Gasthauses Hipp ein und hatten ihren Spaß am gemeinsamen Singen des lustigen, oftmals zweideutigen bayerischen Liedgutes mit Dr. Erich Sepp.

Bei der Begrüßung kündigte Josef Probst, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Trachtenvereine im Landkreis Landsberg an, dass im nächsten Jahr das 20-jährige Jubiläum des offenen Singens in Hofstetten gefeiert werden könne. Daraufhin berichtigte ihn der Volksmusikpfleger Dr. Erich Sepp ein bisserl, denn nach dem jährlichen Turnus seit dem ersten Abend im Jahr 1991 war es diesmal bereits die 20. Singstunde. Nun, beide hatten Recht, also durften sich die anwesenden Sänger und Sängerinnen der besonderen Stunde bewußt sein und für das Jahr 2011 hatte Josef Probst schon ein paar Ideen, wie mit Musik und Tanz gefeiert werden kann.

Wie immer stimmte Erich Sepp seine Lieder ohne Notenblatt an. „S´Hiera learnt des viel leichter ohne Liadblatt“ stellte der gebürtige Reichlinger dazu im lechrainer Dialekt fest. Vom Geburtstagsständchen über das Liebeslied „Und Liab isch wiar a Bach“ bis hin zur „kropfatn Pinzgarin“ wurden neun Lieder nach dieser Technik erlernt, wobei sich zweite und dritte Stimmen aus dem Gehör der Sänger herausbildeten. Dabei kam der Spaß am Singen nicht zu kurz, wie beispielweise beim Couplet zwischen der Friederike und ihrem Karl. Denn als er bei der sechsten und letzten Strophe genug von ihrem ständigen Abweisen hat, singt er geradehaus „Friederike, Friederike, no heirat i di“, worauf die Dame plötzlich ganz anders antwortet „Ja Karl, ja Karl, no mag i di“.

 

maskierter Jugendvolkstanz in Seestall

[15.01.2010]

„So einen Faschingsball wird diese Turnhalle so schnell nicht mehr erleben“ meinte Seestalls Trachtenvorstand Peter Rambach begeistert. Bunt maskiert feierten rund 130 Jugendliche aus dem Lechgau-Trachtenverband – und das zu bayerischer Musik. Die Musikanten der „Schwindlig Blos“ wußten, wie sie ihr junges Publikum mit pfiffiger Musik und ohne große Technik begeistern konnten.

Beim Jugendvolkstanz des Lechgau-Trachtenverbandes hat es sich eingebürgert, dass jede Gruppe mit einem bestimmten Motto erscheint. Als Gastgeber hatten die Seestaller die ganze Turnhalle im Stil der „Familie Feuerstein“ dekoriert und waren auch selbst vom Vorstand bis zur Bardame als Fred, Wilma oder Barnie verkleidet. In Apfeldorf war die Schweinegrippe ausgebrochen, die Hohenpeißenberger setzten als knallrote Marienkäfer Farbtupfer, der Peitinger Wickie hatte viele starke Männer dabei und die Hofstettener suchten für ihren Bauern eine Frau. Wie sich das für einen Volkstanz gehört, wurde der Abend mit einem Auftanz eröffnet, bei dem sich die Tanzfläche wegen der vielen Tanzpaare als zu klein entpuppte und kurzerhand die erste Polonnaise durch die Tischreihen gemacht werden musste. Über 20 Jugendliche aus Steingaden kamen danach als Babies in den Saal und ihr Jugendleiter Anton Nöß miemte den „Babysitter-Song“. Sie sorgten auch gleich für die erste Einlage, bei der die beiden Gaujugendleiter Martin Probst und Birgit Nöß drei Prüfungen in Form von Bobby-Car-Rennen, Baby-Born-Anziehen und Holzturm-Bauen absolvieren mussten und dann zu staatlich geprüften Babysittern gekürt wurden.

Vier berühmte Tenöre der Seestaller Trachtler sorgten für die nächste Einlage und Ludwig Rambach löste mit seiner kabarettistischen Imitation des schwarzen Klomanns bei MC Donalds Lachsalven aus. Höhepunkt des Abends war die fast einstündige Schunkelrunde, bei der wirklich alle Gäste auf den Stühlen standen, die Tische in die Höhe gestemmt wurden und die Jugendlichen lautstark mitsangen. Plötzlich waren ein paar Burschen plattelnd auf der Tanzfläche und dann mussten die Musikanten mit weiteren Schuhplattlermelodien umdisponieren, denn es kamen immer mehr schneidige Plattlerburschen dazu.

Lechwasser, Höhlenfeuer oder Mammutherz hießen die alkoholfreien Cocktails in der Bar und auch im Saal herschte eine Bombenstimmung ganz ohne Alkohol.

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