Wia ma bei uns redd

Wie der Name Lechgau schon verrät, erstreckt sich das Gaugebiet ( mit Ausnahme von 2 Vereinen) entlang des Leches.

Es ist ja bekannt, dass Flüsse seit jeher natürliche Sprachgrenzen sind, und so ist es nicht verwunderlich, dass man auch im Lechgau eine schwäbische bzw. bayrische Dialekteinfärbung findet.

Wie Prof. Dr. König und Dr. Renn bei ihren Dialekterfassungen jedoch festgestellt haben, findet man in unserem Gebiet eine sehr starke Dialektvielfalt vor, die weder recht der bayrischen noch der schwäbischen Aussprachsform zuzuordnen ist.

Deshalb nennt man ihn einfach den Lechrainer- Dialekt.

Es ist leider nicht möglich, diese mundartliche Vielfalt der einzelnen Orte in ihrer Ganzheit darzustellen, ohne dass daraus ein Buch entsteht.

 

 

 

Aber wenn es Sie interessiert, kann folgendes Beispiel einen kleinen Einblick geben wie unterschiedlich sich ein gleicher Text anhören kann, wenn er einmal auf der rechten Seite und einmal auf der linken Seite vom Lech gesprochen wird, obwohl die Orte nur einige Kilometer voneinander entfernt sind.

 

Hier der Text:

Der Herr Pfarrer hat in der Kirche verkündet, dass nächste Woche ein Fastenessen stattfindet. Dazu sind Alle, besonders auch die Mädchen und Jungen der Gemeinde eingeladen.

Er fände es gut, wenn man sich einmal gemeinsam mit weniger begnügt, denn es müssten doch nicht immer Fleisch und Klöße sein, es reicht doch auch einmal etwas Gemüsesuppe oder Kartoffel und Sauerkraut.

Er würde sich freuen, wenn sich auch Gäste von beiden Seiten des Leches einfinden würden, und somit die Pfarrgemeinden besser zusammen wachsen.

 

Links vom Lech

Da Pfarrar hot in da Kurcha gseet, dass nägscht Wocha a Faschtaessa isch.

Dodazua sin Alle vo Gmua eiglada, bsonders d Mädla und d Buaba.

Er dät des guat finda, wenn ma si amol zsammhockt und it bloß Fleisch und Knedl isst, sondern o amol mit am Schepfar Gmiassuppa oder Eadäpfl und Sauarkraut z’frieda isch.

Er dät si gfreia wenn Leit vom Lech dena und hena komma dädat, dass diea Pfarrgmoada besser zsammwagsat

 

 

Rechts vom Lech

Da Pfarr hot in da Kurcha verkind, dass nächschte Wocha a Faschtaessa isch.

Dozua sen alle, bsonders o di Merlen und Buaba da Gmoa eiglada.

Er find des guat, dass ma amol mit weniger zfrieda isch, denn es muaß ja it allweil Fleisch und Knedl sei, es langt doch o amol a Gatza Gmiassuppa oder Eadäpfl und Sauerkraut.

Er dät si gfreia, wenn o Leit drent und dent vom Leech kema däta und so diea Pforrgmoana besser zseema ganga