Adventsingen bei strahlendem Sonnenschein

„Schniwi, schnawi, schneibn, mogst im Stüberl bleiben“ sang der Kinderchor beim Adventsingen in Apfeldorf, während die Sonne durch die Kirchenfenster strahlte. Die warmen Temperaturen verleiteten dazu, nicht „im Stüberl“ zu bleiben, sondern durch den nostalgischen Apfeldorfer Weihnachtsmarkt zu schlendern und das Adventsingen des Lechgaues zu besuchen. Mit über 300 Zuhörern war die Pfarrkirche gefüllt, als die Sänger und Musikanten eine Stunde der Ruhe und Besinnung boten. 

Von der Empore aus eröffneten die Weisenbläser der Trachtenkapelle Apfeldorf das Adventsingen. Nachdem zweiter Trachtenvorstand Markus Baab die Besucher aufgefordert hatte, ihren Applaus für den Schluss aufzusparen, folgte ein harmonischer Reigen mit Musik, Gesang und Wortbeiträgen. Der Rotter Dreigesang, die Stillerhof Klarinettenmusik, die Geschwister Kölbl, die Apfeldorfer Saitenmusik und Fabian Eglhofer mit seiner Steirischen (begleitet von Irmgard Hurnaus an der Gitarre) verstanden es bestens, das vollbesetzte Gotteshaus auf dem Weg durch den Advent mitzunehmen. Die musikalische Besinnung mit Volksmusik und Gesang wurde noch durch drei Sprecherinnen unterstützt, die mit bayerischen Versen zum Nachdenken anregten. Fröhliche Abwechslung bot dazwischen der Kinderchor unter der Leitung von Ulrike Kölbl, der seine weihnachtlichen Lieder ganz frech anstimmte. 

Pfarrer Michael Vogg hatte seinen Platz wegen der Fülle an Besuchern zur Verfügung gestellt und nutzte die Kanzel, um dem gut einstündigen Adventsingen zu lauschen. „Ich fühle mich nicht nur durch den besonderen Sitzplatz, sondern auch wegen der schönen Musik und der ansprechenden Texte empor gehoben“ dankte Vogg allen Mitwirkenden. Gaumusikwart Michael Fleschhut freute sich über den zahlreichen Besuch und lud zu Kaffee und Kuchen in den Pfarrhof ein. Zum Abschluss erklang ein gewaltiger Chor, als zum „Andachtsjodler“ alle Zuhörer mit einstimmten. 

Rosi Geiger

 

 

Steingaden vorn beim Jugendwertungsplatteln

Über 220 Jugendliche aus dem Lechgau nahmen im "Haus der Vereine" in Hohenpeißenberg am jährlichen Wertungsplatteln teil. Eine saubere Haltung beim Platteln, Taktgefühl und eine gleichmäßige Rockglocke beim Drehen waren wesentliche Kriterien, um vor den Preisrichtern Gerhard Mehr, Martina Schmerold, Markus Burmberger, Veronika Sailer, Josef Pirchmoser, Tobias Lutz, Benedikt Schäller und Stefan Heiland zu bestehen. Gauvorstand Florian Echtler zeigte sich über so viele Nachwuchstrachtler begeistert und sprach den jungen Burschen und Mädchen viel Lob zu.  Nachdem die vielen angereisten Jugendlichen im Einzelwettbewerb, aufgeteilt in zwei Altersklassen (10 – 13 Jahre, und 14 – 17 Jahre) ihr Können zeigten, traten nach dem Mittagessen die Gruppen der Lechgauvereine gegeneinander an. Bei den Gruppen bis 13 Jahren setzte sich Steingaden klar gegen Hohenpeißenberg durch, bei der Klasse bis 17 Jahren lieferten sich Steingaden und Peiting ein „Kopf an Kopf Rennen“ bei dem sich Steingaden mit einem Punkt Vorsprung als Sieger durchsetzte. Somit gewann Steingaden alle beiden Wanderpreise. 

Natürlich durften alle teilnehmenden Jugendlichen einen Preis mit nach Hause nehmen, und alle Gruppen bekamen einen Brotzeitkorb für die nächste Plattlerprobe mit.

Erwähnenswert ist auch die Leistung der beiden Musikanten Sebastian Erhard und Ferdinand Kopp die den ganzen Sonntag die Melodien für die jungen Plattler und Dreherinnen spielten.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Herbstgauversammlung in Epfach

Über einhundert Delegierte aus den 19 Lechgauvereinen trafen sich in Epfach zur Gauherbstversammlung unter der Leitung von Gauvorstand Florian Echtler. Anwesend war auch Denklingens Bürgermeisterin Viktoria Horber, die in ihrem Grußwort ausdrücklich die Trachtenbewegung lobte und sich dafür bedankte, dass die Trachtenvereine Brauchtum und Tradition hochhalten und mit Jugendlichen sinnvoll Zukunft gestalten.

Gauschriftführer Andreas Bemsel und die Sachgebietsleiter ließen ein umfangreiches Trachtenjahr Revue passieren und erinnerten die Anwesenden noch einmal an die Höhepunkte des Festsommers mit dem Lechgaufest in Rottenbuch und dem 100-Jährigen in Epfach.

Die Delegierten wurden vom zweiten Gauvorstand Anton Auer auch umfangreich über die Tagung des bayerischen Trachtenverbandes informiert, in der Max Bertl vom Oberen Lechgau zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. Auch das langjährige Buchprojekt „Trachtenlandschaften in Bayern“ ist nun endlich abgeschlossen, die frisch gedruckten Bücher können ab Dezember bei den Trachtenvereinen gekauft werden.

Zwei verdienten Trachtlerinnen konnte Gauvorstand Echtler das Gauehrenzeichen in Silber verleihen, Iris Auer aus Stoffen bekam die Auszeichnung für ihre langjährige Arbeit als Vereinsmusikerin und Barbara Schamper aus Apfeldorf für ihr Wirken als Schriftführerin.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Die "Oide Wiesn" war auch ein Erfolg für den Lechgau

Intensiv probten die Vorplattler und Dirndlvertreterinnen die verschiedenen Plattler des Lechgaues im Bürgerheim Stoffen-Pflugdorf. "Gute und intensive Probenarbeit ist enorm wichtig, um den hohen Plattlerstand im Lechgau zu halten" meinte Anton Auer, Vorstand der gastgebenden "Fuchsbergler" Stoffen. Gauvorplattler Matthias Strauß lies bei der Herbst-Vorplattlerprobe die Auftritte des vergangenen Festsommers kurz Revue passieren. Sichtlich zufrieden zeigte sich Strauß über den Auftritt des Lechgaues bei der „Oidn Wiesn“, der ein voller Erfolg bei Publikum und Veranstalter war. "Damit haben wir den Lechgau hervorragend präsentiert" bedankte sich der Gauvorplattler bei allen Beteiligten. Einziger Wehrmutstropfen war, dass die Bühne im Bierzelt sehr lange vom Bayerischen Rundfunk für eine Fernsehaufzeichnung blockiert wurde.

Auch gab er gleich bekannt, dass am Dienstag, den 11. Oktober um 19 Uhr in Reichling eine Preisrichterschulung abgehalten wird.

Zum Schluss bedankte sich Gauvorplattler Strauß noch bei seinem Stellvertreter Hans Benedikt sowie bei den Gaudirndlvertreterinnen Hedwig Probst und Christiane Balzarek für die Zusammenarbeit und Unterstützung über das ganze Jahr.    

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Trachtler pilgern auf den Hohen Peißenberg

Rund 450 Trachtler aus allen 19 Gauvereinen zogen am ersten Septembersonntag auf den Hohenpeißenberg um sich für einen erfolgreichen und unfallfreien Festsommer zu bedanken. Bei strahlendem Sonnenschein und einem herrlichen Blick auf die gesamte Alpenkette waren die rosenkranzbetenden Trachtler ein Beweis der tiefen Verwurzelung Bayerns mit dem christlichen Glauben. Das Gebet war auch das beherrschende Thema der anschließenden Messfeier. Pfarrer Hermann Ritter forderte in seiner Predigt zum Beten auf, „denn das Gebet ist der Anker in der Flut der vielen Informationen und mehr als nur die Hoffnung auf Erfüllung sämtlicher Wünsche“ so Pfarrer Ritter weiter.

Die Gestaltung der Messe und der anschließenden Totenehrung oblag heuer dem Trachtenverein „Schwalbenstoaner“ Hohenfurch, welcher mit Männerchor, Frauenzwoagsang und Blaskapelle der gesamten Feier einen würdigen Rahmen gab.

Gauvorstand Florian Echtler ermahnte bei seiner Ansprache vor der Wallfahrtskirche, dass es allen Grund gibt um dankbar zu sein, vor allem für die Selbstverständlichkeiten wie zum Beispiel sauberes Trinkwasser, was ja in weiten Teilen der Welt nicht so ist. Auch kritisierte er die geplanten Demonstrationen zum Deutschlandbesuch des Papstes scharf. „Wer so etwas tut, braucht wohl Abwechslung in seinem ansonsten langweiligen Leben“ so Echtler.

Am Ende der Feierstunde wurde die Standarte des Lechgaues, welche jedes Jahr von einem anderen Verein getragen wird, von Hohenfurch an Hohenpeißenberg übergeben.  

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Ein großartiges Fest in Rottenbuch

Das Lechgaufest findet traditionell am zweiten Sonntag im Juli statt, doch heuer bat Gauvorstand Florian Echtler um eine Terminverschiebung zugunsten dem Ulrichsritt. Die Rottenbucher werden es dem Gauvorstand danken, denn es herrschten optimale Bedingungen für einen farbenprächtigen Festzug. Rund 4500 Trachtler und Musiker marschierten durch das Klosterdorf und verwandelten die B23 in eine Prachtstrasse. Auch die 18 Festwagen und drei Vorreitergruppen ernteten viel Beifall von den gut 5000 Zuschauern.

Den Heimatabend eröffneten die "Illachtaler" Rottenbuch mit 20 Paar Jugend und der "Kreuzpolka", gleich darauf zeigten 18 Paar Aktive den "Kronentanz". "Es isch a groaße Ehr in unserer 90-jährigen Vereinsgschicht, dass Roattabuach zum füntamol des Gaufest ausricht" verkündete die kleine Lea Erhard in einem langen Mundartgedicht zur Vererinsgeschichte. Dafür erntete sie nicht nur tobenden Beifall vom Publikum, Gauvorstand Florian Echtler schenkte ihr auch zwei Schiffschaukel-Karten für diesen souveränen Vortrag. Unter die erstklassigen Aufführungen von Plattlern und Figurentänzen mischte auch eine Gastgruppe aus Leidringen, die den "Webertanz" zeigte.

Schon der Gottesdienst am Sonntagmorgen in der großen, und trotzdem überfüllten, Rottenbucher Stiftskirche war ein Beweis für Heimat, Tracht und Glaube. Doch im Verlauf der Mittagszeit wurden die Menschenmengen um das große Festzelt direkt an der Bundesstraße immer mehr. Als Rottenbuchs Vorstand Tobias Erhard alle Trachtler zur Festzugsaufstellung aufrief, herrschte ein augenscheinliches Wirrwarr rund um den Festplatz, das sich jedoch mit den Böllerschüssen zum Start plötzlich auflöste. Von Mammendorf (Landkreis Fürstenfeldbruck) bis Altenau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) oder von Kaufbeuren bis Weilheim über 50 Trachtenvereine nach Rottenbuch und demonstrierten eindrucksvoll, wieviel Heimatverbundenheit und Liebe zur Tracht rund um den Pfaffenwinkel besteht. Die Zuschauer hatten entlang der Bundesstraße einen herrlichen Blick auf die langen, farbenprächtigen Trachtlerreihen und sie zollten dafür auch begeisterten Beifall. Organisatorisch war der große Festzug in drei Züge aufgeteilt, die jeweils von drei stattlichen Vorreitern mit Kaltblutpferden angeführt wurden. Das Dorf mit dem alljährlichen Kaltblut-Fohlenmarkt machte seinem Ruf als Pferdehochburg auch mit 18 herrlich geschmückten Festwagen alle Ehre.

„Bei so vielen jungen Trachtlern, die wir heute gesehen haben, wird es mir um die Brauchtumspflege nicht Angst“ zeigte sich die Landtagsabgeordnete Renate Dodell, übrigens selbst in Weilheimer Tracht, beeindruckt von diesem Trachtenaufmarsch. Am Ende strahlte auch der Gauvorstand über die gelungene Terminverschiebung und da er auch noch Geburtstag hatte, meinte er freudestrahlend „was will man mehr“.

Rosi Geiger

 

43. Gaujugendtag in der Fuchstalhalle

Rund 500 Jugendliche und zahlreiche begeistere Zuschauer kamen in die Fuchstalhalle nach Leeder zum Gaujugendtag des Lechgaues. Der Trachtenverein „D’Lechtaler“ Seestall hatte ganze Arbeit geleistet und den 43. Gaujugendtag aus Anlass seines 90-jährigen Bestehens gefeiert.  Die Teilnehmer aus 16 Vereinen zeigten dem interessierten Publikum die verschiedenen erlernten Plattler und Volkstänze. Unter den Zuschauern war auch Gerhard Ruhstorfer, Gauvorplattler des Isargaues, der den Jugendgruppen aus Steingaden und Peiting jeweils einen Erinnerungsteller für den Gewinn des Bayerischen Löwen 2010 und 2011 überreichte. Ein weiterer hochrangiger Gast war Günter Frey, Vorsitzender der bayerischen Trachtenjugend. Er durfte zwei besondere Ehrungen durchführen. Markus Baab aus Apfeldorf erhielt das Ehrenzeichen der bayerischen Trachtenjugend in Silber für seine langjährige Arbeit als Jugendleiter. Peter Rambach jun. aus Seestall erhielt ebenfalls für seine Verdienste um die Jugend das Ehrenzeichen der bayerischen Trachtenjugend in Gold.   

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Trachtenjugend musiziert im Schongauer Helgoland

Ein volksmusikalischer Ohrenschmaus bot sich den interessierten Zuhörern beim heurigen Lechgaujugendsingen und -musizieren im Schongauer Trachtenheim Helgoland. Aus insgesamt neun Vereinen kamen die jungen Interpreten und zeigten dem Publikum ihr Können. Ob mit Flöten, Hackbrett, Akkordeon, Blechblasinstrumenten oder Gesangsgruppen, sämtliche Facetten der Volksmusik wurden gezeigt. Im einzelnen haben mitgewirkt:

Junge Illachtaler Rottenbuch, junge Böbinger Hackbrettmusi, Flötentrio Schongau, Akkordeonduo Böbing, Wertachtaler Jugend Kaufbeuren, Peitinger Hackbrettmusi, Flötengruppe Hofstetten, Braunegger Josef aus Hohenfurch, Fabian Eglhofer und Ulli Linder aus Epfach, Klarinettenduo Hohenfurch, Niklas Hofmann und Franz Schuster aus Burggen und der Wertachtaler Jugendgsang.

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Beide Löwen für den Lechgau

Große Freude herrschte bei den Plattlergruppen aus Peiting und Steingaden.  Beim landesweiten Wertungsplatteln in Weilheim hatten die Steingadener die Nase vorn und gewannen den Wanderpokal „Bayerischer Löwe“ vor der Gruppe aus Peiting. Genau andersherum war es beim Wertungsentscheid der Jugendgruppen. Da gewann die Peitinger Gruppe vor Steingaden und sicherte sich den Löwen der Jugend. Somit verbleiben beide Trophäen ein weiteres Jahr im Lechgau.

Auch bei den Einzelwettbewerben wurden von den Plattlern und Dreherinnen des Lechgaues sehr gute Ergebnisse erzielt. In der Klasse bis 9 Jahre sicherte sich Gabriel Sieber aus Steingaden den ersten Platz, Stefan Sieber, ebenfalls Steingaden wurde erster in der Klasse 10 bis 13 Jahre. Bei den Dreherinnen bis 14 Jahre wurde Eva Schröfele aus Hohenfurch dritte. In der Klasse 17 bis 35 Jahre erreichte Matthias Strauß aus Steingaden den zweiten Platz, bei den Dreherinnen in der gleichen Klasse gab es einen Doppelsieg für den Lechgau. Anni Ressle aus Schongau gewann vor Annelies Bauer aus Peiting. Anton Nöß, Steingaden erreichte in der Klasse 35 bis 49 Jahre den dritten Platz. In der Altersklasse gab es sogar einen Dreifachsieg für den Lechgau. Willi Echtler aus Hofstetten siegte vor Michael Fleschut, Westendorf und Walter Nöß, Steingaden.

Eine komplette Ergebnisliste sowie weitere Photos finden sich auf der Internetseite http://www.bayerischer-loewe.de/

 

Steingaden und Peiting siegreich beim Wertungsplatteln

Beim Aktiven-Wertungsplatteln und Drehen im Lechgau traten heuer 154 Einzelteilnehmer und 20 Gruppen aus 15 Gauvereinen in Hohenpeißenberg gegeneinander an. Großes Glück hatte die erste Gruppe aus Steingaden, die sich mit nur einem Punkt Vorsprung gegen die  harte Konkurrenz aus Peiting  durchsetzen und den Wanderpokal des Lechgaues mit nach Hause nehmen konnte.

Auch bei den  Einzelwertungen waren die Entscheidungen der Wertungsrichter denkbar knapp. So musste bei gleicher Wertung oft die Startnummer über die endgültige Platzierung entscheiden. In der Aktivklasse zwei von 25 bis 39 Jahren setzte sich Martin Probst aus Hofstetten vor Mattias Strauß, Steingaden und Franz Ressle, Schongau durch. Hedwig Probst, ebenfalls aus Hofstetten gewann in Aktiv zwei vor Annelies Bauer, Peiting und Anni Ressle, Schongau.

In der Klasse 18 bis 24 Jahren plattelte sich Tobias Linder aus Hohenfurch auf den  ersten Platz vor seinem Bruder Stefan Linder und Franz Wölfle, Schongau. Bei den Dreherinnen von Aktiv eins hatte Martina Schmerold aus Steingaden die Nase vorn und gewann vor Johanna Ressle, Schongau und Melanie Bertl, Böbing den ersten Platz.

Die jeweils ersten sechs Buam und Mädla in beiden Altersklasses bilden die neue Gaugruppe des Lechgaus und vertreten diesen ein Jahr lang bei alle öffentliche Auftritten. Großes Lob zollten die Teilnehmer dem ausrichtenden Verein „Bayerischer Rigi“ aus Hohenpeißenberg, der die ganztägige Veranstaltung mit viel Engagement perfekt organisiert hatte.

Stephan Schütz, Gaupressewart

Mehr Infos sowie die Ergebnislisten finden Sie unter Preisplatteln

 

Bayerischer Rundfunk nimmt Männerchöre auf

Eine große Ehre wurde den fünf Männerchören des Lechgaues zuteil, sie nahmen alle an einer Aufnahme für den Bayerischen Rundfunk teil.

Schon im Februar 2008 knüpfte der damalige Lechgau-Volksmusikwart Leonhard Bertl aus Böbing Kontakte zur Volksmusikredaktion des BR. Der Redaktionsleiter Stefan Frühbeis war dem Anliegen, alpenländischen Chorgesang aufzunehmen, sehr angetan. Bis zu sieben Lieder konnten die Männerchöre aus Böbing, Hohenfurch, Steingaden, Schongau und Peiting in die Mikrofone singen. Diese Aufnahmen kommen in das Volksmusikarchiv des Bayerischen Rundfunks und werden bei Bedarf in den Volksmusiksendungen abgespielt. Des Weiteren ist angedacht, einen Tonträger mit den aufgenommenen Stücken der fünf Chöre zu fertigen.

Stephan Schütz , Gaupressewart 

 

Zahlreiche Lechgauvereine feiern Geburtstag

Zu ihrer traditionellen Frühjahrsversammlung trafen sich über 100 Delegierte aus den 19 Gauvereinen heuer in Landsberg. Nach dem Bericht des Gauschriftführers und den Kurzberichten der sechs Sachgebietleiter folgte ein Bericht des Gauvorstandes Florian Echtler. Er mahnte an, mit noch mehr Nachdruck als bisher an der Trachtensache zu arbeiten, denn das Tragen der Tracht in der Öffentlichkeit soll nicht exotisch sondern als normal empfunden werden. Beeindruckt von den zahlreichen und umfangreichen Tätigkeiten im Lechgau zeigte sich Landsbergs zweite Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller, die mit dem Festhalten an traditionellen Werten und Bräuchen einen wichtigen Gegensatz zu dem heute oft zu schnelllebigen und übermodernen Zeitgeist sah.

Erfreulicherweise konnte Gauvorstand Echtler auch ein Gauehrenzeichen in Silber verleihen. Cornelia Kohler aus Westendorf erhielt diese Auszeichnung für einundzwanzig Jahre aktiven Dienst als Dirndlvertreterin und war sichtlich erfreut über ihre Ehrung.

Gleich acht Trachtenvereine im Lechgau haben heuer einen runden Geburtstag, so stehen heuer zahlreiche Jubiläumsfeiern ins Haus. Neben den „Illachtalern“ Rottenbuch, die ihren neunzigsten Geburtstag mit dem dreitägigen Lechgaufest vom 1. bis 3. Juli feiern, finden auch in Stoffen, Apfeldorf und Seestall Festabende statt. Bereits auf hundert Jahre Bestehen kann der Trachtenverein „Lechroaner“ Epfach zurückblicken. Dort wird vom 12. bis 14. August ebenfalls ein großes Trachtenfest gefeiert. So können sich die Lechgautrachtler heuer auf zahlreiche freudige Begegnungen freuen.

 

Stephan Schütz, Gaupressewart

 

Singen und Musizieren zwischen Wertach und Lech

Ich sehe das heurige Gausingen als Einstimmung in den Frühling.“ So der Kaufbeurer Trachtenvorstand Josef Häusler bei der Begrüßung im gut gefüllten Stadtsaal und übergab das Wort an Ingrid Greifenhagen, die mit Witz und Humor durch den gelungenen Abend führte. Der Bickenrieder Zweigsang eröffnete danach den musikalischen Abend mit den beiden Liedern „Wißt’s wo mei Hoimat isch“ und „Friederike“. Aber auch Gitarrenquartett und die Ziachmusi aus Steingaden, die Peitinger Bläser, die Hollbuaba aus Stoffen, die beiden stimmgewaltigen Männerchöre aus Böbing und Peiting sowie viele weitere Gruppen aus dem Lechgau unterhielten das Publikum aufs Beste. Auch drei verschiedene Mundartsprecher waren zugegen und zeigten  den Zuhörern die Unterschiede  zwischen lechroaner, schwäbischen und sudetendeutschen Dialekt. Die vielen Gäste wurden auch selbst in die Programmgestaltung miteingebunden, und durften bei den beiden Gemeinschaftsliedern „Hei, grüaß di Ländle“ und „Rosenstock Holderblüh“ kräftig mitsingen. Dass Musikanten gesellige Leute sind zeigte sich, als sie nach Ende des Programms noch kräftig weitermusizierten und sangen.

 

 

 

Junge Musikanten beim Volksmusikseminar

Auch heuer hat der Lechgau ein Wochenendseminar für junge Volksmusikanten abgehalten. Zweiundzwanzig Jugendliche sind der Einladung zum  Stillerof in Wessobrunn gefolgt und haben sich unter der Leitung von Gauvolksmusikwart Michael Fleschhut und seinen Musiklehrern weitergebildet. Höhepunkt der beiden Schulungstage war dann am Sonntagnachmittag ein gemeinsames Vorspiel vor den angereisten Eltern, Großeltern und sonstigen interessierten Zuhörern. Mit Kaffee und Kuchen klang der musikalische Nachmittag aus und die jungen Musikanten freuen sich bestimmt schon auf nächstes Jahr, wenn im Stillerhof wieder musiziert wird.

 

Vorplattler beschließen Neuerungen beim Preisplatteln

In Seestall trafen sich die Vorplattler und Dirndlvertreterinnen zu ihrer halbjährlichen gemeinsamen Probe. Großes Thema war das alljährlich stattfindende Preisplatteln. Da die Teilnehmerzahlen in der Klasse Aktiv II immer geringer werden, schlug Gauvorplattler Matthias Strauß vor, die beiden Klassen neu aufzuteilen. Die Anwesenden begrüßten seinen Vorschlag und stimmten alle für die Änderung. Die Klasse Aktiv I beginnt ab heuer mit 18 Jahren und endet mit 24 Jahren. Ab 25 Jahren beginnt nun schon die Klasse Aktiv II und endet wie gehabt mit 39 Jahren. Somit erhofft man sich, dass die Teilnehmer wieder gleichmäßiger verteilt werden. Auch wurde über den Vorschlag abgestimmt, das Aktivenpreisplatteln künftig nicht mehr an einem Sonntag, sondern am Samstag stattfinden zu lassen. Dies sorgte für eine angeregte Diskussion, da für beide Austragungstage viele Argumente vorgebracht wurden. Mit 21 zu 10 Stimmen entschied man sich dafür, künftig das Preisplatteln am Samstag abzuhalten, das festgelegte letzte Aprilwochenende bleibt aber bestehen. Diese Regelung tritt erst 2012 in Kraft.

Natürlich wurde auch noch gemeinsam geplattelt und einige gesellige Stunden in der Sestaller Turnhalle verbracht.

 

Jugendleiter auf Weiterbildung

Ein umfangreiches Wochenendseminar stand für die Jugendleiter des Lechgaues auf dem Programm. So verbrachten sie zusammen mit den Gaujugendleitern Martin Probst und Birgit Nöß zwei Tage im General-Eberth- Haus in Steingaden. Am Samstagvormittag startete die Schulung mit einem Erste-Hilfe-Kurs mit praktischen Übungen. Am Nachmittag dann wurde den Teilnehmern ein Vortrag über Jugendschutzgesetz, weitere rechtliche Grundlagen sowie Bestimmungen zur Aufsichtspflicht gehalten. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmer selbst wie man Kinder und Jugendliche für den Trachtenverein wirbt, Schnupperproben gestaltet oder Tagesausflüge mit einer Jugendgruppe plant.

Am Sonntag bekamen die Jugendleiter noch ein Praxisseminar mit den Gauvorplattlern und Dirndlvertreterinnen über das Preisplatteln und die richtige Bewertung von Fehlern. Auch Gauvorstand Florian Echtler ließ es sich nicht nehmen am Samstagnachmittag vorbei zuschauen, und war sichtlich erfreut über das Engagement der Teilnehmer.

 

Lechgau-Standarte in München

Zu einem offiziellen Besuch waren der Bundespräsident Christian Wulff und seine Gattin Bettina in München. Das Paar wurde vor der Residenz mit besonderen Ehren empfangen, unter anderem waren auch die Trachtler stark vertreten. Vom Lechgau reisten die Hohenfurcher Burschen samt Gaustandarte nach München, um den Bundespräsidenten bei seinem ersten Besuch in Bayern zu begrüßen. Stefan Linder, Tobias Linder und Thomas Fichtl nutzten auch die Gelegenheit, um mit dem Landesvorsitzenden Otto Dufter in Kontakt zu kommen.

Foto: Anton Hötzelsperger

 

Junge Maschkerer in Apfeldorf

Seit dem Jahr 2000 gibt es den maskierten Jugendvolkstanz im Lechgau-Trachtenverband, anfangs mit mäßigem Erfolg. Bei seiner zwölften Auflage tummelten sich jedoch gut 180 Maschkerer in der Apfeldorfer Mehrzweckhalle, hatten riesen Spaß bei den Einlagen und wollten die Musikanten selbst nach Mitternacht nicht aufhören lassen.

Es hat sich eingebürgert, dass die Jugendgruppen aus den Vereinen in einheitlichem Motto kommen. Die Gastgeber vom Apfeldorfer Trachtenverein waren alle in Petticoat und Rock´n-Roll-Klamotten im Stil der 50er Jahre gekleidet, die Hofstettener kamen als Sträflinge oder die Seestaller als Engelein und Teufelchen. Aus terminlichen Gründen spielte heuer keine Tanzlmusik auf, sondern Georg Kölbl aus Apfeldorf und Markus Schallameier aus Reichling sorgten als „Lechroaner Spitzbuam“ für Stimmung. Anfangs ganz traditionell mit Auftanz, Boarischem und Kreuzpolka, im Laufe des Abends auch flottere Rhythmen mit vielen bekannten Hits zum mitsingen.

Der Apfeldorfer Trachtennachwuchs wartete natürlich auch mit einer Einlage auf, bei Schwarzlicht hatten neun Musikanten mit weißen Handschuhen lebende Instrumente und spielten auf Alphörnern, Klavier, Trommeln oder Harfen. Zu einer Quiz-Show holte die Steingadener Trachtenjugend den Gaujugendleiter Martin Probst heraus und spielte ihm etwas veränderte Märchen von Schneewittchen, Hänsel und Gretel oder Rotkäppchen vor. Weil es eine Jugendveranstaltung war, gab es keine Bar und sollte eigentlich gegen Mitternacht Schluß sein. Doch die Jugendlichen waren so gut drauf, tanzten und sangen sämtliche Faschingsschlager mit und wollten einfach nicht aufhören.

Rosi Geiger

 

Dreikönigssitzung in Rottenbuch

Der Trachtenverein „Illachtaler“ Rottenbuch war heuer Gastgeber für die Dreikönigssitzung des Lechgaus.

Und so berichtete Rottenbuchs Vorstand Tobias Erhard in der Hubertusstubn dem anwesenden Gauausschuss über den Planungsstand des heurigen Gaufestes.

Geplant ist das Fest vom ersten bis dritten Juli, Auftaktveranstaltung ist ein Standkonzert am Freitagabend mit Musikkapelle und Trommlerzug Rottenbuch sowie der Stadtkapelle Schongau. Danach wird zum Tanz ins Festzelt geladen wo die „Rottauer Tanzlmusi“ sowie die „Roattabuacher Bauramusi“ aufspielen.

Am Samstagabend ist dann der Große Heimatabend des Lechgaues, wo alle Gauvereine im Festzelt auftreten.

Der Sonntag beginnt in der Früh mit einem Weckruf  anschließend ist Kirchenzug und Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Nachmittags findet dann der Höhepunkt des Trachtenfestes statt: Der große Festzug durch Rottenbuch, zu dem zirka 3000 Teilnehmer erwartet werden. Abends spielen dann die Lechgaukappelle und anschließend die Stadtkapelle Schongau zum Festausklang.

Auch alle weiteren Termine des Lechgaues wurden an diesem Abend besprochen, und so steht heuer dem Lechgau noch ein weiteres Trachtenfest ins Haus. Der Trachtenverein „D’Lechroaner“ Epfach feiert sein einhundertjähriges Bestehen auch mit einem dreitägigem Fest. Dieses findet vom zwölften bis vierzehnten August statt. Am Freitag findet ein Dreiländerabend statt mit Musikgruppen aus Bayern, Österreich und der Schweiz. Am Samstag findet dann unter dem Motto „Tag der Nachbarschaft“ ein Heimatabend statt.

Der Sonntag beginnt mit Kirchenzug und Festgottesdienst. Auch hier wird am Nachmittag ein großer Festzug durchgeführt, und zum Festausklang spielt die Stadtkapelle Schongau.